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Auch in diesem Jahr hieß es in Frohnhardt wieder: „De Zoch kütt“!
Der Verein Fröhliches Frohnhardt e.V. lud ein zum närrischen Treiben im Ortskern. Um 14:11 Uhr startete der vermutlich kürzeste Karnevalszug im Rheinland. Die Zugstrecke von etwa 400 Metern bergauf musste bewältigt werden, um ans Ziel zu gelangen.
Vorbei an zahlreich erschienenen, bunt kostümierten Besuchern, die alle gekommen waren, um bei diesem Ereignis dabei zu sein und die ein oder andere „Kamelle“ zu ergattern. Es war ein wahrer Kamelleregen, den die acht Zuggruppen in die Menge warfen.
Angeführt wurde der Zug von niemand Geringerem als dem amtierenden Prinzenpaar aus Oberpleis. Prinz Tobias I. und seine Prinzessin Anne II. machten sich auf Schusters Rappen auf den Weg zum Festzelt. Begleitet wurden sie von verschiedenen Gruppierungen der Narrenzunft Oberpleis.
Dahinter reihten sich die Kinderprinzenpaare aus Uthweiler – Prinz Maxim I. und Prinzessin Charlotte I. – ein. Es folgte das Kinderprinzenpaar aus Söven, Prinz Moritz II. und Prinzessin Lea III., in Begleitung des SKC Söven und der TSG Söven.
Dicht gefolgt von Prinz Elmar I. und Prinzessin Elke I. aus Eudenbach. Sie wurden von der KG „Spitz pass op“ und der Männertanzgruppe „Nit fööhle, sons klatsch et“ begleitet.
Zum dritten Mal dabei und damit inzwischen Tradition waren die Möhnen aus Daubach im Westerwald.
Das strahlende Schlusslicht bildete der Verein Fröhliches Frohnhardt e.V. mit eigenem Karnevalswagen, angeführt vom Vorsitzenden Marcel Landsberg.
Unser Mitglied Karl Schüller ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, den Zug zu moderieren, und begrüßte alle Jecken im Zug sowie die zuschauenden Gruppierungen. Darunter unter anderem das Dreigestirn aus Bockerroth: Prinz Holger I. mit seiner Prinzessin Anne I. und Bauer Oecki. Auch die Ruutkäppche aus Bockerroth waren gekommen, um am närrischen Treiben teilzunehmen.
Am Ziel angekommen, empfing unser Partypräsident Thomas Zimmerstädt das närrische Volk und lud zum Essen, Trinken und Feiern ein.
Auf der Bühne begrüßte er als Erstes die „Ströppchen“ der Narrenzunft Oberpleis, die mit ihren beiden Tänzen die Bühne rockten (hoffentlich werden neue Trainer für diese super Truppe gefunden). Nun war es Zeit, die Tollitäten zu begrüßen. Das dauerte eine Weile, waren doch insgesamt sechs Tollitäten – Paare, Dreigestirne oder Einzelpersonen – angereist.
Zunächst begrüßte er das Dreigestirn aus Bockerroth. Marcel und Jasmin wurden beauftragt, unseren Orden zu verleihen, und nahmen ihre Aufgabe auch sehr ernst. Bauer Oecki, als Wiederholungsbauer, kannte das Treiben bereits aus dem letzten Jahr. Trotzdem gab er eine Runde aus seinem gefürchteten Schlegel. Thomas, Jasmin und Marcel mussten einen kräftigen Schluck nehmen – ob es geschmeckt hat, wurde nicht verraten.
Nun folgten die Kinderprinzenpaare, auch sie bekamen den Orden überreicht.
Prinz Elmar I. und Prinzessin Elke I. betonten, wie schön es sei, auf dem Dorf eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, und dass sie selbstverständlich gerne ein Teil davon seien. Auch hier wurden Orden ausgetauscht.
Auch Prinzessin Jenny I. aus Vinxel war mit ihrer Adjutantin Gina vorbeigekommen, um mitzufeiern, und erhielt den Orden.
Last but not least empfingen wir nach persönlicher Laudatio unseres Vorsitzenden Marcel das Prinzenpaar der Narrenzunft Oberpleis auf der Bühne. Prinz Tobias (Hötti) I. und Prinzessin Anne II. wurden unter tosendem Applaus empfangen. Der Prinz betonte nochmals, dass es für einen Verein wie Frohnhardt eine starke Leistung sei, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, und bedankte sich für die Einladung. Weiterhin sagte er, wie wichtig es sei, das Brauchtum zu leben. Hier ahnte noch niemand, dass der Prinz später der Retter der Veranstaltung sein würde. Es wurden Orden ausgetauscht.
Der Partypräsident Thomas forderte nun alle auf, sich noch einmal zu stärken, bevor es im Programm weiterging.
Noch eine kurze Unterbrechung seitens des Partypräsidenten: Karl Schüller wurde auf die Bühne gerufen. Der sichtlich überraschte Karl erklomm die Bühne. Thomas stellte den 89-Jährigen augenzwinkernd als Leiter der Jugendabteilung vor.
Karl bekam den Orden des Vereins verliehen – Ehre, wem Ehre gebührt. Karl ist stets zur Stelle: ob beim Aufbau, beim Aufräumen, beim Streichen oder auch nur, um einen Rat zu geben. Er beteiligt sich rege am Vereinsleben und moderierte von Beginn an den Zug als Kommentator. Karl sagte, dass er froh sei, ein Teil dieses Vereins sein zu dürfen – gerade auch mit Blick darauf, dass er bald neunzig Jahre alt werde. Er bedankte sich für das schöne Miteinander.
Nun noch schnell eine kleine Ordensverleihung: Birgit Wermers, die amtierende Zwiebelkuchenkönigin, war als solche verkleidet erschienen und bekam den Orden verliehen. Ob sie in diesem Jahr ihren Titel verteidigen kann, werden wir im September erfahren.
Nach all dem „Verzäll“ empfingen wir nun „de Anjeschwemmte“, die uns mit ihren Liedern einheizten und mit kölschen Evergreens zum Mitsingen einluden. Nicht ohne Zugabe entließen wir die Vier von der Bühne, um direkt im Anschluss die Powerhexen zu begrüßen. Mit ihren Tänzen brachten sie die Bühne zum Beben und heizten dem Publikum ordentlich ein.
Jetzt war es an der Zeit, sich nochmals mit frischen Getränken zu versorgen, bevor es zum Höhepunkt des Programms kommen sollte. Doch oh Schreck, oh Schreck – der ganze Aperol Spritz war weg.
Ohne Aperol Spritz ist alles doof! Was tun?
Kein Problem, hörte man nun Prinz Tobias rufen. Es wurden Leute entsandt, die aus dem hauseigenen Vorrat des Prinzen Aperol und Sekt holten, und so konnte die Party wieder mit Aperol Spritz weitergehen. So wurde der Prinz zum Retter der Party – vielen Dank dafür!
Gegen 18 Uhr traf der finale Programmpunkt ein:
Die Barhocker aus Unkel – eine Brassband der besonderen Art. Mit echten kölschen Tön und anderen Evergreens wurde es nochmals richtig heiß im Zelt. Es wurde gesungen, geschunkelt und ausgelassen getanzt.
Nach dem Auftritt der Barhocker überraschten einige Mitglieder der Zunftsterne mit einer spontanen Choreographie, die auch den Song „Feucht-fröhliches Frohnhardt“ beinhaltete. Gewidmet war diese ihrem Trainer und unserem Kassierer Robert.
Anschließend ergriff Thomas ein letztes Mal das Mikrofon. Er bedankte sich bei allen, die diesen Tag möglich gemacht hatten: bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen, beim Orga-Team, bei den Sponsoren und vor allem bei den Gästen. Ohne all diese Menschen wäre eine solche Veranstaltung überhaupt nicht durchführbar, betonte er.
Er lud alle ein, noch eine Weile zu feiern und das ein oder andere Getränk zu sich zu nehmen.
An dieser Stelle bleibt nur ein Dank auch an Thomas, der uns hervorragend durch das Programm geführt hat.
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